Archiv der Kategorie: musik

v/vm: „the missing symphony“ und sergey zagniys „hymne“

in meinem konzept no. 5 hab ich vorgeschlagen die ganzen sinfonien von anton bruckner gleichzeitig abzuspielen, um beim hören zeit zu sparen.
hier ist ein paar projekte mit derselben idee.

ein projekt von V/Vm aus dem jahr 2003: alle sinfonien von dmitri schostakowitsch werden an ihrer durchschnittlichen dauer angepasst und entsprechend schneller oder langsamer gleichzeitig abgespielt.

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im stück „anthems and requiem“ (2011) von sergey zagniy werden mehrere nationalhymne gleichzeitig wiedergegeben:
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anton wassiljew – rendering studies (2011)

hello everybody!
nach der langen pause bin ich schon wieder da! hier ist ein video von mir, in dem es darum geht, dass bilder bzw. existierende musik mit den anderen bildern bzw. mit der anderen musik umkontextualisiert werden.
z.B. wird franz schuberts porträt als medium der transposition für sein lied „auf dem flusse“ behandelt, oder dmitri medvedevs bzw. joseph stalins portrtät als quelle der tonhöhen für die russische hymne, wobei der rhythmus originell bleibt. oder die helligkeit des adornos porträts sortiert samples nach der zugehörigkeit zu e- oder u-musik.

johannes kreidlers kinect studies


ein beispiel dafür, dass man ein glied der kausalkette verändert und deswegen zu einem neuen ergebnis kommt, sind diese schönen transkriptionen der klassischen werke für 3d-sensoren von johannes kreidler.  durch die technischen erweiterungen des musikalischen instruments und/oder durch die ersetzung der traditionellen „schnittstelle“ zwischen dem körper des musikers und dem instrument fängt das instrument an auf die bewegungen anders zu reagieren, obwohl die körperlichen gesten gleich bleiben.

dabei sind z.b.:
helmut lachenmann – „guero“ (1970/1988);
la monte young – composition no. 7, „to be held for a long time“ (1960);
beethoven – eine sonate, langsame satz (zwischen 1795 und 1822);
robert bozzi – „choice 3“ (1966).

( via KULTURTECHNO)

jani christou

das drive von 60er kann man nie wiederherstellen. und das braucht man auch nicht. trotzdem: klassiker zum frühstück: ein paar tolle videos von jani christou:

ein ausschnitt aus strychnine lady (1967):

und anaparastasis i (1968)

(via kontrakadenz)

2003: lang, oehring

hier sind zwei orchesterstücke aus der rockigen zeit der neuen musik, die ich sehr mag: dw 8 von bernhard lang (2003) und das blaumeer von helmut oehring (2003).

bernhard lang
differenz / wiederholung 8
für orchesterloops & 2 turntable-Solisten (2003)
dieter kovacic & marina rosenfeld, turntable-Solisten
symphonieorchester des bayerischen rundfunks
dirigent: peter rundel

helmut oehring
das BLAUMEER (aus: einkehrtag) (2003)
for solo trumpet, solo elec-gtr,
soprano (male), large orchestra,
live-electronics (GOGH)/
text: h. oehring
symphonieorchester des bayerischen rundfunks
arno raunig (soprano), bill forman (tpt), jörg wilkendorf (elec-gtr),
cond. martyn brabbins

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bilude von pierre schaeffer

hallo everybody!
noch zum thema kontextuelle verfremdung, sampling und keyboarding: bilude von pierre schaeffer.
enjoy!

autoreflexion des mediums

michael takezo chinen verwandelt den memory-zustand eines programms in klang.
hier sind ein paar projekte:

FuckingAudacity: audacity spielt sich selbst ab:


Audacity GUI performance from Michael Takezo Chinen on Vimeo.

und ein text von michael takezo dazu:

Audacity is an open source sound editor. I modified the code so that the sound playback depends upon the physical memory state of the program. Because the memory is dependent upon the user interaction, the user interface (buttons, menus, etc) as well as the structure of user-driven processes (effects, importing files, etc) become a part of the sonification process. The noisy quality of the sound is due to the fact that chunks of uninitialized memory are continuously sent to the audio output.

FuckingWebBrowser: klingt „das innere“ des webbrowsers:


FuckingWebBrowser sonification demo
from Michael Takezo Chinen on Vimeo.

FuckingWebBrowser is a simple open-source WebKit based browser (for which there are thousands of tutorials on how to make in less than 2 minutes on a mac.) I added sonification, which converts the memory state into audio. The quality of sound is noise, but an overall structure is recognizable due to changes in the user interface (while the images load, while I mouse over/scroll, etc), which directly affect computer memory. From 5’30“ on there is a preview of a tool codenamed FuckingFucker, which can attach to any process using its PID or BSD name and sonify a dissasembly of the process’s instructions at runtime (eg. and read the registers on the cpu). In this video FuckingFucker is attached to FuckingWebBrowser providing a double sonification.

http://fuckingsound.com/

extended technichs auf gameboy

wenn man gameboy-musik atonal machen möchte und wenn man der tradition folgt, dann muss man auf diese musik extended technics anwenden. dann geht es wieder.

keyboardstück i

mein keyboardstück i für stockhausens klavierstück ix, keyboard und sampler. am keyboard philipp hövelmann.

klarenz barlow in hannover

am 14.juni wird es an der hochschule für musik hannover eine vorlesung von klarenz barlow aus santa barbara mit dem thema „algorithmische komposition am beispiel eigener arbeit“ geben. die vorlesungsreihe „entscheidung und automatik im komponieren der gegenwart“ läuft schon in hannover ab 26.april. immer dienstags ab 18:15 bis 19:45 uhr.
http://www.hmtm-hannover.de/de/veranstaltungen/einzelveranstaltungen-reihen-aktuell/entscheidung-und-automatik-im-komponieren-der-gegenwart/

joachim, danke für den hinweis!

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konzept no. 6 „spam“ / концепт 6 „спам“

konzept no. 6 „spam“
führen ein musikalisches werk auf keyboard vor dem publikum auf.  vor der aufführung wird eine liste mit email-adressen der mögliсhen zuhörer erstellt, die  entweder im saal sitzen oder online/offline sind. während der aufführung muss es zwei möglichkeiten geben: entweder klingt die musik aus den lautsprechern im saal oder sie läuft stumm im keyboard. in dem fall wird dieser stumme abschnitt als eine mp3-datei auf der festplatte im computer gespeichert und an die leute aus der mailingliste geschickt. in der email wird  jede datei kommentiert. die entscheidung, ob die musik im saal klingt, oder per email geschickt wird, ist durch zufallsgenerator gesteuert. die auswahl des emfängers, des kommentars, der dauer und der zeitlichen position des abschnitts ist auch zufällig.

концепт 6 „спам“
исполнять перед публикой музыкальное произведение на киборде, составив предварительно список имейл-адресов потенциальных слушателей, находящихся как в зале, так и онлайн/офлайн. во время исполнения есть две возможности: либо мущыка раздается из колонок в зале либо существует только внутри киборда и компьютера. в последнем случае музыки, звучащей лишь внутри машины, сохраняется как мп3-файл и в реальном времени посылается одному из адресатов. при этом звуковые файлы снабжаются в имейле предварительно заготовленными комментариями. решение, звучит ли музыка в зале или же посылается по электронной почте управляется при помощи генератора случайныз чиселю выбор адресата, комментария, момента и длительности записи также случаен.

z0R: ein grenzloses live-museum

ein absolut geniales kunstprojekt: eine seite, auf der man kleine videos, music und sprache mischt und das ergebnis als ein kunstwerk darstellt:  http://z0r.de


hier ist noch ein schönes beispiel mit musik

und hier ist die liste aller videos:
http://index.z0r.de

und der forum: http://board.z0r.de

mitja, danke für den hinweis!

concept art von doors

zum thema „kommentierte musik“: ein tolles und seltenes video von jim morrison.