Archiv der Kategorie: kunst

johannes p osterhoff: one year performance

hier ist eine schöne performance von johannes p osterhoff. im projekt geht es darum, dass jede von ihm eingegebene google-suchanfrage sofort online publiziert wird. osterhoff selbst schreibt, dass sein projekt von tehching hsieh, einem in den usa lebenden taiwanischen künstler inspirtiert wurde: „The term One-year Performance has been coined in the 1970s by Tehching Hsieh, a Taiwanese performance artist based in New York. Of his own free will, Hsieh for example spent one year captured in a cage, punched a time clock every hour on the hour for one year, or spent one year entirely outside of any building.“

das projekt ist ein schönes beispiel für remix/remake culture: die ideen der konzeptuellen analogen kunst werden in digitalen raum gesetzt und durch neue medien und vor allem durchs internet in einem anderen licht erscheinen.

Johannes P Osterhoff hat seine einjährige Google-Performance beendet: “Da ein Script für jede Suchanfrage automatisch eine HTML-Seite erstellt hat und diese mit den anderen so erzeugten Seiten verlinkt wurde, entstand automatisch ein Netzwerk von über 8000 Seiten. Hauptsächlich aufgrund dieser Größe (und auch der Aktualität mit der ich dieses Gebilde durch meine ständige Suche aktualisiert habe), sind diese Seiten, die außer meinen Suchbegriffen und deren Datum eigentlich keinen Inhalt haben, recht gut bei Google gerankt und werden in den normalen Google-Ergebnissen angezeigt, wenn jemand das Gleiche oder etwas ähnliches sucht. Aber das ganze ist nicht nur Google Bustig, sondern eine Entsprechung zur Street Art im öffentlichen Raum – nur dass die Google-Ergebnisse einen halb-öffentlichen Online-Raum darstellen.” Zur diesjährigen Transmediale (ab 31.1) wird Osterhoff zusammen mit rund 20 Leuten eine Woche lang öffentlich googeln. Das Projekt wird auch beim 25. Stuttgarter Filmwinter (ab 19.1) vorgestellt und läuft dort im Wettbewerb “Network Culture”. Bei ARTE Creative kann man übrigens ab heute über seine Lieblingsarbeit abstimmen

(via rebel:art)

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dada-zeitschriften online

hier hat jemand dada-zeitschriften von tristan tzara gescannt: dada 1, dada 2, dada 3.
und noch fluxus performance workbook dazu.

viel spaß!

johannes kreidlers kinect studies


ein beispiel dafür, dass man ein glied der kausalkette verändert und deswegen zu einem neuen ergebnis kommt, sind diese schönen transkriptionen der klassischen werke für 3d-sensoren von johannes kreidler.  durch die technischen erweiterungen des musikalischen instruments und/oder durch die ersetzung der traditionellen „schnittstelle“ zwischen dem körper des musikers und dem instrument fängt das instrument an auf die bewegungen anders zu reagieren, obwohl die körperlichen gesten gleich bleiben.

dabei sind z.b.:
helmut lachenmann – „guero“ (1970/1988);
la monte young – composition no. 7, „to be held for a long time“ (1960);
beethoven – eine sonate, langsame satz (zwischen 1795 und 1822);
robert bozzi – „choice 3“ (1966).

( via KULTURTECHNO)

die jpeg-codierung und gerhard richter

zur zeit bin ich mit einem project beschäftigt, bei dem es (auch wie immer) um musik mit bildern geht. dabei musste ich mal gerhard richters „4900 farben“ von 1000 x 1000 px auf 10 x 10 px downsamplen. hatte naive hoffnung, dass es direkt geht. nein. das bild verändert sich beim downsampling wegen der ungenauigkeiten der jpeg-codierung.
davor und danach (finden sie 10 unterschiede):

dann hab ich aufgegeben und anhand des pipette- und füllwerkzeuges das bild selbst nachgemalt, damit kodierungsfehler ausgeschlossen sind. mit „mona lisa“ wäre das verfahren etwas mühsamer.

jani christou

das drive von 60er kann man nie wiederherstellen. und das braucht man auch nicht. trotzdem: klassiker zum frühstück: ein paar tolle videos von jani christou:

ein ausschnitt aus strychnine lady (1967):

und anaparastasis i (1968)

(via kontrakadenz)

kunstgeschichte als diagramme

ich hatte schon immer eine neigung zu katalogisierung und zu in-ordnung-bringen und natürlich eine besondere vorliebe für die kunstwerke, die indem sie ihre umgebung reflektieren, automatisch kataloge, diagramme oder wörterbücher mimikrieren. hier ist ein diagramm „cubism and abstract art“ von alfred barr und dazu ein schönes remake über graffiti und street art von daniel feral.

via (rebel::art)

endre tót – zero demo (1980)

 

„zero demo“ 1980 by endre tót.

via buuuuuuuuu

the million dollar homepage und l’œil cacodylate


alex tew
hat im jahr 2005 eine webseite erstellt und 1000 000 pixels des webspace für 1 dollar pro pixel verkauft. hier schreibt er auch selbst etwas dazu.

eher unbewusst bleibt das projekt mehr oder weniger ein remake des francis picabias konzepts „l’œil cacodylate“ aus dem jahr 1921.
picabia hatte eine große leinwand in seinem studio mit ein paar farbdosen daneben. jede(n), die/der sein studio besuchte,  bat er etwas auf der leinwand zu schreiben oder zu malen, gratis natürlich.
hab leider keine ahnung, was das bild von picabia heutzutage kostet. aber die frage natürlich dabei: wie lange müsste er warten bis sein bild 1000 000 dollars kosten wird.
die beschleunigung ist unbestreitbar :-).

bilude von pierre schaeffer

hallo everybody!
noch zum thema kontextuelle verfremdung, sampling und keyboarding: bilude von pierre schaeffer.
enjoy!

video journal von encircled_plus

eine tolle reihe der kurzen alltagsvideos – video journal von encircled_plus.